Anfang Oktober bin ich in die Ferien dorthin aufgebrochen, und ich habe mich lange darauf gefreut.
Die Ästhetik dieses Landes hat mich schon als Kind fasziniert: Schiebetüren, Reispapier, Textilien und Tatami-Matten. Dazu kommt das Handwerk, etwa Papier, Keramik oder die japanischen Messer. Nun durfte ich all das endlich selbst erleben.
Auch kulturell war ich sehr gespannt. Japan gilt als ordnungsliebend, streng und kontrolliert. Und ich wollte sehen, ob dort noch viel Ikigai gelebt wird, nachdem ich vor zwei Jahren das Buch von Ken Mogi gelesen habe.
Dieser Artikel verbindet meine Entdeckungen zu Ästhetik, Kunst und Kultur Japans mit meinem Blick als Innenarchitektin. Er fragt, was wir davon in unser eigenes Zuhause hier in Europa mitnehmen können, von Ikigai über Wabi-Sabi bis zu Japandi.
Eine Einschränkung vorweg: Ich schreibe über das traditionelle Japan und über das, was ich dort erlebt habe. Das moderne Japan und vor allem die jüngere Generation leben oft ganz anders. Auch dort gibt es Dauerstress im Beruf, eine wahre Plastikflut und teils sehr enge Wohnverhältnisse. Und doch verbergen sich darunter Haltungen, die noch immer gelebt werden und die einfach guttun.
In den kleinen Seitenstrassen von Kyoto kommt man als Architekt aus dem Staunen kaum noch raus. Selbst das kleinste Häuschen und der schmalste Eingang sind eine Komposition. Gepflegte Eingangstüren mit Holzlamellen oder Reispapier, hier und da ein kleiner Pflanzenkübelgarten, gerahmt von Steinfiguren und Laternen. Man spürt sofort: Das hier ist ein wichtiger Ort. Die Schwelle.
Bei uns suchen wir oft die Verbindung von innen und aussen. Das funktioniert aber nur, wenn man rundum Natur hat oder einen schönen Ausblick. In japanischen Städten gibt es das kaum, dort steht man draussen direkt auf der Strasse. Vielleicht wird der Übergang gerade deshalb so bewusst gestaltet.
Betritt man in Japan das Haus, steht man zuerst im genkan. Das ist ein kleiner Vorraum, der meist ein paar Zentimeter tiefer liegt als der übrige Wohnraum und oft mit Fliesen, Stein oder Beton belegt ist. Hier zieht man die Strassenschuhe aus, und eine Stufe markiert den Schritt hinauf in den Wohnbereich. Der genkan trennt draussen von drinnen, ganz buchstäblich.
Für die Innenarchitektur finde ich die Idee, den Eingang so besonders zu gestalten, absolut sinnvoll. Das Ankommen wird hervorgehoben und zelebriert. Mit visuellen Reizen sagen wir Körper und Geist: Jetzt komme ich an, jetzt bin ich zuhause. Eine kleine Freude, die den Moment würdigt und uns in die Gegenwart holt.
Bei uns ist der Eingangsbereich dagegen meist ein rein praktischer Ort, ohne grosse Liebe zum Detail. Wie oft treten wir daheim durch die Tür und sind gedanklich noch bei der Arbeit? Wenn wir die Schwelle spürbar und bewusst schön machen, unterstützen wir Körper und Geist dabei, in einen neuen Modus zu wechseln. Davon können wir sehr viel mitnehmen.
In Japan herrscht Platzmangel, und viele Menschen wohnen auf kleinstem Raum. Die Stube dient oft nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Schlafraum. Am Abend werden die Futons aus dem Schrank geholt, man schläft auf Tatami-Matten am Boden, und am nächsten Morgen wird alles wieder verräumt. Obwohl es heute wohl auch anders ginge, macht man das vielerorts noch so.
Bei uns ist das kaum denkbar. In der Schweiz haben wir laut Bundesamt für Statistik (Stand 2025) im Schnitt 46,6 m² Wohnfläche pro Person, ein Zweipersonenhaushalt hat also rund 90 m² oder mehr. Ein Raum, der nur dem Schlafen dient, ist normal, und am liebsten hätten wir für jede Tätigkeit einen eigenen Raum: ein Wohnzimmer, ein Büro, ein Hobbyzimmer. Oft, weil wir glauben, dass sich mehrere Tätigkeiten nicht gut in einem Raum unterbringen lassen, zum Beispiel Sport. Wenn das Equipment jedes Mal weggeräumt werden muss, macht man es irgendwann einfach nicht mehr, weil es zu mühsam ist.
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Entscheidend ist das richtige Setup. Wenn es nur wenig Mühe braucht, ein paar wenige Handgriffe, und die Cues, also die visuellen Reize, richtig platziert sind, funktioniert das sehr gut. Wie Räume dabei helfen können, gute Routinen zu festigen, habe ich im Beitrag «Wie Innenarchitektur dabei helfen kann, neue Gewohnheiten zu trainieren» beschrieben.
Wo wir gerade von Mühe sprechen, hier muss ich über Ikigai reden. In Japan ist Mühe kein Diskomfort, den es um jeden Preis zu vermeiden gilt, sondern oft ein Zeichen von Stolz und Wertschätzung.
Im Westen kennt man Ikigai vor allem als Diagramm aus vier sich überschneidenden Kreisen: Was du liebst, worin du gut bist, was die Welt braucht und wofür du bezahlt wirst. Das ist eine westliche Erfindung und macht aus Ikigai eine grosse Lebensaufgabe, die man finden und beruflich verwerten soll. Ursprünglich ist der Begriff bescheidener. Er setzt sich aus iki (Leben) und gai (Wert, Wirkung) zusammen und meint das, wofür es sich zu leben lohnt. Ken Mogi beschreibt in seinem Buch genau das: die kleinen Dinge im Alltag, die uns einen Grund zum Aufstehen geben. Die Freude an einem guten Kaffee, an einem Ritual, an einer Arbeit, die man gut machen will.
Und tatsächlich habe ich in Japan sehr viel davon gesehen. In Tokio wollten wir ins Glitch Coffee, ein sehr populärer Ort der modernen Kaffeekultur. Beim ersten Standort war die Schlange so absurd lang, dass wir ohne Kaffee weitergezogen sind. Am Folgetag versuchten wir es bei einer zweiten Filiale, und bis wir an der Reihe waren, dauerte es dennoch rund 40 Minuten. Das lag an den Baristas, die von der Schlange völlig unberührt blieben. In aller Seelenruhe widmeten sie sich jedem Einzelnen mit voller Präsenz, erläuterten die Sorten, fragten nach den Geschmacksvorlieben und liessen die Gäste schnuppern, bevor sie sich mit gekonnter, ruhiger Hand an die Zubereitung machten. Bis zur vollendeten Latte Art war es eine Freude zum Zusehen, und wir haben schon sehr viele Kaffees auf dieser Welt probiert. Es wirkte einfach niemand gestresst, niemand versuchte, schneller zu werden. Der Kaffee bestimmte das Tempo, nicht die Schlange vor der Tür.
Dieselbe Sorgfalt erlebten wir in einer Cocktailbar: Man konnte Geschmacksnoten angeben (ich entschied mich für smoky und spicy), und der Barkeeper zauberte daraus eine individuelle Kreation. Man spürte die Liebe zum Detail bei jedem Schritt, von der Zubereitung bis zum Servieren.
Beide machen ihre Arbeit mit Sorgfalt, und sie tragen mit Stolz, was sie tun. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie sich voll und ganz dem widmen, was vor ihnen liegt, und alles drumherum ein Stück weit ausblenden oder sich zumindest nicht davon beeinflussen lassen. Der Wert liegt nicht darin, möglichst viel zu tun, sondern darin, das, was man tut, gut zu machen. Dafür gibt es in Japan ein Wort: omotenashi. Es lässt sich am ehesten mit aufrichtiger Gastfreundschaft und Sorgfalt übersetzen.
Bei uns läuft es oft umgekehrt. In unserer westlichen Welt streben wir nach Komfort und versuchen, jede noch so kleine Hürde zu eliminieren: Lift statt Treppe, Smartsteuerung der Lichter, immer grössere begehbare Kleiderschränke und am Abend vor dem TV berieseln lassen, während der Staubsaugroboter die Arbeit erledigt. Dabei vergessen viele, was Mühe bewirkt. Mühe und Anstrengung erzeugen Stolz und Zufriedenheit, zudem verankert uns die Mühe in der Gegenwart. Wenn alles bequem wird, geht dieses Gefühl verloren, ohne dass wir es merken. Bequemlichkeit hat einen Preis.
Ich glaube, dass wir uns etwas Ikigai nach Hause holen können, wenn wir uns unseren täglichen Ritualen mit Freude und Sorgfalt widmen, etwa dem Zubereiten eines Kaffees oder Tees. Die Umgebung spielt auch hier eine Rolle, wie schon der genkan beim Ankommen: Wer den Ort für seine Rituale bewusst gestaltet, macht diese Zeit besonderer und verankert sich im Hier und Jetzt. Auch das Badezimmer kann so ein Ritualort sein. Die Onsenkultur in Japan ist dafür ein gutes Beispiel.
Onsen heissen die heissen Quellen Japans und die Bäder, die darum herum entstanden sind. Baden ist dort mehr als Körperpflege.
In Beppu im Süden Japans, einer Stadt, die für ihre heissen Quellen bekannt ist, besuchten wir eine Onsen-Institution. Der Ablauf folgt dort einer klaren Reihenfolge. Zuerst wurden wir im Sand gebadet, den die heissen Quellen in Beppu erwärmen. Danach folgte die Reinigung.
Zuerst eine kurze Dusche, um den Sand zu entfernen. Dann geht es weiter in den eigentlichen Waschraum, wo man auf einem kleinen Hocker Platz nimmt und sich in Ruhe und gründlich, bewaffnet mit Brauseschlauch und Schüssel, reinigt. Erst danach steigt man gereinigt in die Bäder. Das Wasser dort dient dem Heilen.
Auch das ist Aufwand als Wertschätzung, gegenüber dem eigenen Körper, dem Wasser und den anderen Badegästen. Und es hat eine lange Tradition. Seit Jahrhunderten reisen Menschen in Japan zu heissen Quellen, um dort zu genesen, oft für mehrere Tage. Man nennt das tōji, die Badekur.
Im Onsen sind zudem alle nackt und damit gleich. Kleidung, Status und Beruf bleiben in der Garderobe. Im Japanischen gibt es dafür den Ausdruck hadaka no tsukiai, ungefähr «Umgang in Nacktheit».
Bereits in meinem Beitrag «Badgestaltung neu gedacht» habe ich beschrieben, dass ein Badezimmer viel mehr ist als ein funktionaler Ort. Es ist ein Ort der Selbstfürsorge und der Rituale. Wenn wir es so gestalten, dass es unsere Rituale trägt und unsere Sinne in diese Richtung beeinflusst, wird es zu etwas Besonderem. Für mich ist das Bad einer der stärksten Orte, an dem wir positiv Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen können.
Dafür brauchst du keine riesige Badewanne. Eine Sitzgelegenheit, Holz und Stein als Materialien, gedimmtes warmes Licht und «sich Zeit nehmen» verändern, wie sich ein Bad anfühlt.
Am stärksten gespürt habe ich Wabi-Sabi am Fushimi Inari. Auf dem Weg den Berg hinauf durch die vielen Torii-Tore begegnet man moosbedeckten Steinfiguren, vom Alter gezeichnet, daneben brennen frische Kerzen. Dieses Bild und gerade die Spuren der Zeit machen den Ort so bewegend schön und waren mein persönliches Highlight der Reise.
Das ist Wabi-Sabi. An sich lässt es sich kaum übersetzen. Wabi steht für Schlichtheit und Natürlichkeit, sabi für die Patina, die Dinge mit der Zeit bekommen. Der Begriff ist eng mit der Teezeremonie verbunden. Im Kern sagt er: Unvollkommenes, Vergängliches und Einfaches darf schön sein, und oft ist es das gerade deshalb.
Unsere westliche Welt, und leider auch die junge Generation in Japan, hat eine ziemlich schlechte Einstellung zu allem, was alt aussieht. Seien es Falten im Gesicht, die durch Hunderte Stunden lachender Lebensfreude entstanden sind, oder Gebrauchsspuren an Kleidung und Möbeln: Was nicht mehr strahlt, wird ausgetauscht. Dabei sind es oft gerade die alten Dinge, die uns im Inneren bewegen. Omas und Opas mit ihren runzligen Gesichtern, die abgewetzten Sneakers, die schon die halbe Welt bereist haben, der Holztisch mit den tiefen Kratzern, die die Kinder in die Oberfläche geritzt haben, als sie noch klein waren. Das sind die wahren Schätze, die es zu bewahren gilt. Genau das bedeutet Wabi-Sabi.
Wabi-Sabi hat nichts mit Nachlässigkeit zu tun. Im Gegenteil: Dinge, die altern dürfen, brauchen Pflege. Die Sorgfalt, von der ich oben geschrieben habe, und die Patina gehören zusammen. Das bekannteste Beispiel ist Kintsugi, die Kunst, zerbrochene Keramik mit Goldlack zu reparieren, sodass der Bruch sichtbar bleibt und Teil des Objekts wird.
Aus innenarchitektonischer Sicht heisst das: Umgib dich mit Dingen, die altern können und dabei Patina entwickeln. Naturstein, natürliche Textilien, Massivholz, Leinen, Keramik. Holzimitate und glatte Kunststoffoberflächen können das nicht, und wer sich mit Kunststoff umgibt, kann kein Wabi-Sabi erzeugen. Warum das einen Unterschied macht, habe ich im Beitrag über Holzimitate ausführlicher beschrieben. Und zweitens: reparieren statt ersetzen. Ein Kratzer im Tisch ist kein Makel, sondern ein Teil seiner Geschichte. Nur ein gelebter Raum, mit Authentizität durch ehrliche Materialien, altert so schön wie die Steinfiguren am Fushimi Inari.
Japandi ist kein japanischer Begriff. Es ist eine westliche Wortschöpfung aus Japan und Skandinavien und beschreibt eine Einrichtung, die japanische Reduktion mit skandinavischer Gemütlichkeit verbindet. Die Gemeinsamkeiten sind real: helle Naturmaterialien, wenige, gut gemachte Möbel, ruhige Farben, Funktion vor Dekoration und Respekt vor dem Handwerk.
Interessant sind die Unterschiede. Der skandinavische Stil setzt auf Wärme: weiche Textilien, Kerzenlicht, Hygge. Die japanische Tradition ist jedoch wesentlich strenger und «leerer». Der Leerraum, ma genannt, gilt dort nicht als fehlendes Mobiliar, sondern als Gestaltungselement. Japandi versucht, beides zusammenzubringen.
Meine ehrliche Einschätzung: Japandi funktioniert, wenn es richtig gemacht wird, und auch mir gefällt dieser Stil sehr gut. Eine beige Wand, eine Rattanleuchte und eine Tischplatte in Holz erzeugen allein aber noch keinen Japandi-Stil. Und ein nachgebautes Pinterest-Bild erst recht nicht. Warum Wohntrends oft nicht funktionieren, habe ich im Beitrag über Wohlbefinden beschrieben. Für ein echtes Japandi-Flair braucht es ein gutes Auge für die richtige Balance von Reiz und Ruhe.
Echte japanische Raumgestaltung lebt vom ma. Die Abwesenheit von Dekoration und weichen Textilien erzeugt aber keine Kälte, ganz im Gegenteil. Ein japanischer Raum vermittelt auf ganz eigene Art eine innere Ruhe, ein wohliges Gefühl, reizarm und gelassen, sodass einem fast unwillkürlich ein erleichtertes Seufzen entgleitet.
Für ein bisschen japanische Haltung braucht es nicht viel. Diese Ansätze funktionieren in der Mietwohnung genauso wie im Eigenheim.
Ein fester Platz für Schuhe, eine Sitzgelegenheit, ein Haken pro Person, warmes Licht. Schuhe ausziehen ist bei uns vielerorts ohnehin üblich. Wie sieht dein Eingang von aussen aus? Wie kannst du die Schwelle sichtbar machen? Vielleicht eine warme Lichtquelle, eine Pflanze, eine Farbe? Mach daraus bewusst einen Moment, der den Wechsel vom Draussen ins Drinnen markiert und es dich spüren lässt.
Kaffee oder Tee von Hand zubereiten, spezielles Geschirr, auf einem hübschen Tablett oder an einem liebevoll dekorierten Ort, der extra dafür ausgewählt wird. Ein Moment der Freude im Kleinen, bewusst gelebt.
Nicht alles muss automatisch laufen. Das selbstgekochte Essen im schönen Geschirr anrichten, das von Hand abgespült werden muss, die Treppe statt des Lifts benutzen, den Brotteig selbst kneten. Technik darf dort helfen, wo sie dem Körper dient, zum Beispiel eine Lichtsteuerung, die den Tagesverlauf abbildet. Sie muss aber nicht jede Handlung ersetzen.
Eine Wand ohne Bilder, ein Regalfach oder ein Sideboard mit nur einem Gegenstand: ein Zweig, eine Schale, eine Figur. Wechsle ihn mit den Jahreszeiten. Leerraum ist auch weniger mentale Last, weniger Reiz.
Massivholz, Leinen, Keramik, Naturstein, wenn möglich von Menschen, die ihr Handwerk können. Auch muss ein Tisch mit einem kaputten Bein nicht unbedingt sofort ersetzt werden. Oft verleiht eine geschickte Reparatur einem Möbelstück ein zweites Leben.
Ein Sessel am Fenster, ohne Bildschirm in Reichweite. Ein Badezimmer, das dir Zeit für dich selbst schenkt. Ein Ort, an dem du nichts erledigen musst.
Ein Raum darf tagsüber Arbeitsplatz und am Abend Wohnzimmer oder Yogafläche sein. Entscheidend ist, dass der Wechsel nur wenige Handgriffe braucht und das, was den Wechsel auslöst, visuell verankert ist. So bleibt die Mühe klein genug, dass du es wirklich tust.
Was ich aus Japan mitnehme, ist, dass Mühe und Sorgfalt ein Geschenk sind. Ein Geschenk an dich selbst und an die Menschen um dich herum. Wer sich Zeit nimmt, ein Getränk, ein Gericht, einen Eingang oder ein Zimmer sorgfältig zu gestalten, sagt damit, dass dieser Moment zählt. Damit wird der Moment eine Wertschätzung.
Wenn du Unterstützung möchtest, dein Zuhause so zu gestalten, dass es zu deinem Alltag passt und dir etwas zurückgibt, dann kann lisannco dir dabei helfen.
Wabi-Sabi steht für die Schönheit des Einfachen, Unvollkommenen und Vergänglichen. In der Einrichtung zeigt es sich in Materialien, die mit der Zeit Patina bekommen, in schlichten Formen und darin, Dinge zu reparieren, statt zu ersetzen.
Ikigai bedeutet «das, wofür es sich zu leben lohnt». Gemeint sind nicht grosse Lebensziele, sondern die kleinen Dinge im Alltag, die uns einen Grund zum Aufstehen geben. Das bekannte Vier-Kreise-Diagramm ist eine westliche Erfindung.
Japandi ist ein westlicher Einrichtungsstil, der japanische Reduktion mit skandinavischer Gemütlichkeit verbindet. Typisch sind helle Naturmaterialien, ruhige Farben, wenige hochwertige Möbel und Handwerk statt Dekoration.
Der genkan ist der Eingangsbereich japanischer Wohnungen, der meist etwas tiefer liegt als der Wohnraum. Dort werden die Strassenschuhe ausgezogen. Er markiert den Übergang von aussen nach innen und macht das Ankommen zu einem eigenen Moment.
Beginne klein: mit einem gestalteten Eingang, einem bewussten Tagesritual, weniger Dingen auf den Flächen und echten Materialien. Entscheidend ist weniger der Stil als die Haltung, mit der du den Raum nutzt.